Über Schorba

Der Name Schorba leitet sich wahrscheinlich von dem slawischen Kurznamen „Skor“ von Skorova kommend ab. Als Scho-robe genannt, wurde es 1343 erstmals urkundlich erwähnt. Schorba war ein kleines Bauerndorf. Seine Flur wird durch die Autobahn A 4 zerschnitten. „Stau am Schorbaer Berge war vielen Kraftfahrern ein Begriff. Auch Schorba hatte im 30-jährigen Krieg viel zu leiden. 1640 gab es dort nur noch zwei Rindern, nur 14 Acker Land wurden noch bestellt, aber 172 Acker lagen wüst. 10 Häuser waren nicht mehr bewohnt. Der durch den Krieg angerichteten Schaden wurde auf 127 Gulden geschätzt. Nach dem 30-jährigen Krieg erholte sich Schorba jedoch rasch. Gab es 1640 34 Einwohner, waren es 200 Jahre später 166. Schorba war ebenfalls Amtsdorf. Die Kinder mussten nach Bucha zum Schulunterricht. Zeitweilig hatte Schorba 2 Gaststätten. Die 1953 gegründete LPG „Glück auf“ entwickelte sich sehr erfolgreich. Im Jahre 1956 wurde sie mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet. Hervorzuheben ist der Bau des Kulturhauses in den Jahren 1954 • 1957 durch die Bewohner Schorbas. Heute befindet sich dort der Landgasthof Schorba. Am Amselberge befindet sich das heute größte (16 ha) Gewerbegebiet der Gemeinde Bucha. Das zu Schorba gehörende Pösen wurde bis 1945 durch das dortige Rittergut geprägt. Pösen ist ebenfalls slawischen Ursprungs. Wahrscheinlich leitet sich der Name vom slawischen Bezno, d.h. Ort, wo Holunder wächst, ab. Die älteste Erwähnung von Pösen dürfte die im Verzeichnis der Erfurter Augustinermönche von 1383 über die Einteilung ihrer Bettelbezirke sein. Bekannt ist Pösen durch seine Lage im Leutratal mit seiner einmaligen Flora. Besonders Orchideen und Märzenbecher, aber auch andere Pflanzen bieten ein schönes Bild. Schorba/Pösen hat heute 150 Einwohner.